DEUTSCH-HONDURANISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Die Geschichte

Der Westen von Honduras lag während des 1. Jahrtausends n. Chr. im Bereich des Mayareiches; die Ruinen von Copán zeugen heute von der hoch entwickelten Kultur der Maya. Als Christoph Kolumbus während seiner vierten Reise 1502 Honduras erreichte, waren die Maya bereits im Untergang begriffen. Auch wenn die Zahl der spanischen Siedler zunächst relativ gering war, wurde die einheimische Bevölkerung durch die spanische Eroberung und durch eingeschleppte Krankheiten stark dezimiert.

Die Kolonialzeit

Die Eroberung von Honduras begann 1524, wurde von Hernán Cortés und dessen Feldherrn Pedro de Alvarado geführt und war durch erbitterte Kämpfe gekennzeichnet. 1539 war die Eroberung von Honduras durch Spanien vollendet; Honduras gehörte seitdem zum spanischen Generalkapitanat von Guatemala. Comayagua (1540 gegründet), war während der Kolonialzeit die Hauptstadt. Ein früher Bergbauboom verlieh der Stadt Gracias so viel Bedeutung, dass sie 1544 zur Hauptstadt für die Audiencia de las Confines wurde, zu der ganz Mittelamerika von Tabasco in Mexiko bis nach Panamá gehörte. Die Vorkommen an Gold und Silber erwiesen sich als geringer als ursprünglich angenommen, so dass Honduras rasch wieder an Bedeutung verlor. Die Hauptstadt der Audiencia wurde 1549 nach Guatemala verlegt.

Das koloniale Honduras war eine dünn besiedelte Provinz im Generalkapitanat Guatemala; die meisten Bewohner widmeten sich der Landwirtschaft und Viehzucht. Am Ende der Kolonialzeit war Honduras ein wichtiger Lieferant für Nahrungsmittel, vor allem für die Regionen von El Salvador und Guatemala.

Die Entwicklung nach der Unabhängigkeit

Nach der Unabhängigkeit von Spanien 1821 gehörte Honduras zunächst zwei Jahre lang Mexiko an. 1824 schloss sich Honduras der Zentralamerikanischen Föderation an. Erster Präsident der Föderation war der El Salvadorianer Manuel José Arce. Er wurde 1829 von Francisco Morazán nach einem zweijährigen Bürgerkrieg gestürzt. Morazán behielt das Amt des Präsidenten bis 1840. In dieser Zeit erlangte Honduras die vollständige Unabhängigkeit (1938). Dennoch übten die Nachbarn, insbesondere Guatemala, während des gesamten 19. Jahrhunderts weiterhin großen Einfluss auf die Politik von Honduras aus. Von 1840 bis in die siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde die Republik von konservativen Präsidenten diktatorisch regiert; darunter Francisco Ferrera, Juan Lindo und Santos Guardiola. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts standen Marcos A. Soto (1876-1883) und weitere vergleichsweise liberale Präsidenten an der Spitze des Staates. Sie stellten die wirtschaftliche Modernisierung in den Vordergrund und erkannten die Notwendigkeit verstärkter Exporte. Soto führte auch ein staatliches Erziehungssystem ein und verlegte die Hauptstadt nach Tegucigalpa.

Amerikanische Bergbaugesellschaften spielten für das Wirtschaftswachstum in Honduras Ende des 19. Jahrhunderts eine große Rolle. Die Einmischung der Großmacht war für den mittelamerikanischen Staat jedoch nicht von Vorteil; Honduras wurde von den USA abhängig und konnte sich weder politisch noch wirtschaftlich als eigenständige Macht etablieren.

Im 20. Jahrhundert machten die amerikanischen Handelsgesellschaften United Fruit Company, Standard Fruit Company und die Cuyamel Fruit Company Bananen zum Hauptexportgut des Landes. Die drei Gesellschaften konkurrierten um günstige Konzessionen, die von den liberalen Regierungen vergeben wurden. Die Handelsgesellschaften waren an der Entwicklung der Karibikhäfen mitbeteiligt; für die allgemeine Entwicklung des Landes steuerten sie keine Hilfe bei. Der größte Teil von Honduras blieb rückständig. 

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