DEUTSCH-HONDURANISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Das Land

                      


Honduras, das gebirgigste LandZentralamerikas, gilt zugleich als eines der geburtenreichsten und ärmsten Länder des Kontinents. Dem europäischen Besucher verschlägt es auf der Reise durch Honduras oft die Sprache. Doch trotz aller Not begegnen ihm Lächeln, Liebreiz und offene Herzen. Und noch mehr hat das touristisch unerschlossene, zwischen Karibik und Pazifik liegende Land zu bieten: teils unerforschten Regenwald, die weltbekannten Mayaruinen von Copan, bunte Märkte, stille Indiodörfer, Palmenstrände, türkis leuchtende Tauchgründe.
Es ist ein faszinierendes und rätselhaftes Landmit einer fremden Kultur und Lebensweise. Mit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens und der Bildung eines wirtschaftlichen und politischen Blocks mit seinen Nachbarländern, sollte eine neue Zeit für Honduras anbrechen. Doch noch immer scheint es ein weiter und beschwerlicher Weg zu sein, um eine neue politische und soziale Kultur zu verwicklichen. 



 

Die Lage

Honduras besteht größtenteils aus Bergland mit fruchtbaren Hochebenen. Die Gebirgszüge, die zur Kordillerenkette gehören, sind zwischen 2.000 und 2.500 Meter hoch. Der größte Berg ist der 2.865 Meter hohe Cerro Las Minas. Honduras grenzt an zwei Meere. Der relativ schmale Küstenstreifen am Pazifischen Ozean erstreckt sich über eine Länge von 64 Kilometern. Die Küste am Karibischen Meer ist mehr als 640 Kilometer lang. Hier reicht das von Flüssen, Sümpfen und Lagunen durchsetzte Küstentiefland 70 Kilometer ins Landesinnere hinein. Die meisten Flüsse des Landes fließen in den Atlantischen Ozean. Der 320 Kilometer lange Patuca und der 240 Kilometer lange Ulúa sind die beiden längsten Flüsse des Landes. Der größte See und gleichzeitig größtes Trinkwasserreservoir Honduras ist der 285 Quadratkilometer große Lago de Yojoa.
Etwa 48,1 Prozent des Landes sind von Wald bedeckt (2000). Das rund 5.000 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Río Plátano ist der bedeutendste Nationalpark Honduras und gehört zu den letzten noch intakten Regenwaldgebieten Zentralamerikas. Der Park wurde 1982 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Insgesamt stehen etwa 10 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz.

Das Klima

Honduras hat tropisches Klima. Im immerfeuchten karibischen Tiefland liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei rund 25 °C. Im wintertrockenen pazifischen Raum beträgt das Jahresmittel etwa 28 °C, in den gemäßigten höheren Lagen circa 20 °C. Die Niederschlagsmenge nimmt generell von Nord nach Süd ab. In den Gebirgstälern liegt das Jahresmittel bei 1 016 Millimetern, entlang der Nordküste bei 2 540 Millimetern. Die Trockenzeit dauert von November bis Mai.

Die Regierung

Honduras ist gemäß der Verfassung von Januar 1982, die 1999 letztmals geändert wurde, eine präsidiale Republik.

Exekutive

Die Regierungsgewalt liegt in den Händen des Präsidenten, der durch direkte und allgemeine Wahlen für vier Jahre gewählt wird. Der Präsident ist sowohl das Oberhaupt des Staates als auch der Regierung. Er ernennt das Kabinett, das ihn bei der Regierungstätigkeit unterstützt. Eine Wiederwahl des Präsidenten ist nicht möglich.

Legislative

Die Legislative hat die Nationalversammlung (Asamblea Nacional) mit 128 Mitgliedern inne, die für vier Jahre gewählt werden.

Judikative

Der Oberste Gerichtshof besteht aus neun Richtern, die von der Nationalversammlung für vier Jahre gewählt werden. Das Gerichtswesen umfasst Berufungsgerichte, Gerichte der ersten Instanz und lokale Richter.

Kommunalverwaltung

Honduras ist in 18 Bezirke und den Bundesdistrikt unterteilt. Jeder Bezirk wird von einem Gouverneur regiert, der vom Präsidenten ernannt wird.

Politik

Die beiden stärksten politischen Parteien sind der rechtsgerichtete Partido Nacional (PN) und der Partido Liberal (PL), der in zwei sich bekämpfende Splittergruppen gespalten ist. Weitere im Parlament vertretene Parteien sind der Partido Innovación y Unidad-Social Democracia (PINU), der Partido Demócrata Cristiano (PDC) und der Partido de Unificación Democrática (PUD).

Verteidigung

Im April 1995 beschloss das Parlament die Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und den Aufbau einer Armee aus freiwilligen Soldaten. Durch eine Verfassungsänderung vom Januar 1999 wurden die Streitkräfte dem Präsidenten unterstellt

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