DEUTSCH-HONDURANISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Presse
06.09.2016, 11:31 Uhr | Karin Völker, Westfälische Nachrichten
Der Berater des Papstes
Kardinal Maradiaga aus Honduras schließt Partnerschaft mit Katholischer Hochschule

Münster - 

Als Vorsitzender des Kardinalsrates von Papst Franziskus ist Òscar Andrés Rodríguez Maradiaga, der Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras, einer der einflussreichsten Kleriker der Katholischen Kirche. Nun ist er als Hochschulgründer in seiner Heimat auch Partner der Katholischen Hochschule in Münster. 

 
 Alle zwei Monate berät Kardinal Òscar Andrés Rodríguez Maradiaga mit dem Papst in Rom. Franziskus kannte er schon gut, bevor dieser Oberhaupt der katholischen Kirche wurde. Der Kardinal, Erzbischof der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa, ist Vorsitzender des sogenannten K-9-Rates, in dem neun wichtige Kardinäle der Weltkirchen regelmäßig mit dem Papst über die Entwicklung der Katholischen Kirche beraten.

Am Dienstag flog der honduranische Erzbischof aus Rom nach Münster, Pause bei den Beratungen mit den Kardinälen und dem Papst. Erster Programmpunkt: Besuch und Gespräche mit der münsterischen Abteilung der Katholischen Hochschule (KatHo) an der Piusallee, denn: Bildung ist für Erzbischof Maradiaga der wichtigste Schlüssel zur Lösung der Probleme seines Landes. Deswegen hat der Erzbischof 1993 in Tegucigalpa eine katholische Universität gegründet – „mit 6000 Dollar Startkapital und für zunächst 35 Studierende“, wie er erzählt. Inzwischen hat die Hochschule elf Niederlassungen in Honduras, 19 000 junge Leute studieren dort alle relevanten Hochschulfächer. Seit Dienstag ist die KatHo Münster nun offizielle Partnerin dieser Hochschule, und Erzbischof Maradiaga freut sich auf Austausch. „Unsere jungen Leute müssen ihren Horizont erweitern, sie können hier lernen, wie Bildung zu Fortschritt führt“, sagt er auf Englisch, nachdem er den Partnerschaftsvertrag unterzeichnet hat. Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Rektor der KatHo, freut sich auf den Austausch von Personal an den Hochschulstandorten und natürlich Studierenden. Er ist sicher, dass „viele unserer Studierenden der sozialen Arbeit auch Interesse an Praktika in sozialen Einrichtungen in Honduras haben“.

Hier kommt Irene Janssen ins Spiel. Die Honorarkonsulin von Honduras lebt in Münster und ist im Westen Deutschlands die einzige Vertreterin des Landes, wie ihr Sprecher Michael Huyeng erläutert. Jansen ist Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Honduranischen Gesellschaft und hat zahlreiche soziale Projekte in dem mittelamerikanischen Land angestoßen und gefördert. Erzbischof Maradiaga ist Janssen in Freundschaft verbunden. Für ihn ist es ein willkommenes Wiedersehen mit Münster. 1982 kam er das erste Mal hierher – „weil ich Kardinal von Galen sehr bewundere“, sagt er. Dessen Lebensmotto „Nec laudibus nec timore“, als Bischof möge man sich weder vom Lob blenden, noch von Furcht abschrecken lassen, sei auch das seine, sagt er.

Am heutigen Mittwoch wird er im Landtag empfangen, am Donnerstag in Münster im Friedenssaal. Am Freitag diskutiert er mit Schülerinnen der Marienschule.

aktualisiert von Maxi, 11.09.2016, 20:47 Uhr
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